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Ein Schatten

Premiere: 6. März 1997, Theater Arnual (Staatstheater) - Saarbrücken

Franz Schubert (1797-1828) und Kaspar Hauser (1812?-1833) sind sich nie begegnet. Wahrscheinlich wußten sie nichts voneinander. Möglicherweise hat Hauser im Hause seines Vormunds Prof. Daumer Schuberts Musik gehört.

Im Todesjahr des zeitlebens unbehausten Musikers Franz Schubert liegt Kaspar Hausers zweite Geburt. Pfingsten 1828 erscheint nach vermutlich 15 Jahren in einer lichtlosen Zelle das “Kind Europas” auf dem Nürnberger Marktplatz. Wenige Wochen vor Schuberts Tod wird Hauser zum ersten Mal überfallen, 1833 stirbt er an den Folgen eines Messerstichs, den ihm ein Unbekannter beigebracht hatte. Vermutungen über seine aristokratische Herkunft und dynastische Intrigen als Motiv für seine jahrzehntelange Haft und seinen gewaltsamen Tod sind aufgrund gentechnischer Analysen widerlegt worden.

 

Programm:

Schubert: Klavierstück es-Moll, D 946 Nr. 1 und Impromptu As-Dur, op. 90 Nr. 4

Hauser: Verhörsprotokoll des kgl. bayr. Kreis- und Stadtgerichts Nürnberg vom 6. November 1829 (Auszug)

Schubert: Moments musicaux D 780 Nr. 5 und 2

Hauser: Gedicht 1829/ Traum, April 1829/ Albumblatt 1829/ Tagebuch 1828/ Gesprächsnotiz/ Traumerzählung/ Drei Aufsätze 1828

Schubert: Impromptu Es-Dur op. 90 Nr.2 und Klavierstück Es-Dur, D 946 Nr. 2

Hauser: Turmerzählung 1828/ Mordversuch, Gesprächsnotiz 1829

Schubert: Ländler (Fragment)
 

Mitwirkende:

Errico Fresis, Klavier und Klaus Zwick, Rezitation

Schatten: Hans G. Zeitz

Konzeption und Texteinrichtung: Matthias Kaiser, Dramaturgie: Caroline Backes

 

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