Fresis04
Luigi Pirandello

[PanArte] [Sprechgesang] [Mondreise] [Max Jacob]

Buchstäblich in Chaos (Kaos) geboren - so hieß das Gut in Agrigent (Sizilien) wo Pirandello das Licht erblickte. 1880 zog die Familie nach Palermo. Luigi studierte Jura und Literatur zuerst an der dortigen Universität, später an der Universität von Rom. Nach einem Streit mit seinem Fakultätsleiter wechselte er schließlich zur Universität von Bonn. Sein Literaturstudium beendet er mit einer These über phonetische Entwicklungen in Griechisch-Sizilianische Sprachen.

1891 kehrt nach Rom zurück wo er finanziel abhängig von seiner Familie lebt. Er heiratet 1894 die Tochter eines Mitarbeiters des Vaters, ein Jahr später kam das erste seiner drei Kinder zur Welt.

Er verdiente seinen Unterhalt durch Unterricht und journalistische Arbeit.

1893 war ein Jahr der Katastrophen: sein Vater und er wurden durch falsche Investition finanziel ruiniert. Zudem äußerten sich die erste Ausbrüche der schweren psychischen Krankheit seiner Frau; er denkt an Selbstmord. Der schöpferischer Prozess ist trotzdem unaufhaltsam: Die Ausgestoßene und vor allem der erfolgreiche Mattia Pascal, brachten Pirandello zum wichtigen Verlag Treves. Seine Essays über den Humor sowie Kunst und Wissenschaft sorgten für Aufsehen und als Ordinarius des Hohen Magistratischen Institutes konnte er seine finanzielle Probleme lösen.

Weitere Werke erscheinen: Die Alten und die Jungen, Das nackte Leben sowie einige der Sizilianischen Erzählungen (Storie per un anno).

Das Jahr 1915 brachte Italien den Krieg, sein Sohn ist Kriegsgefangener, die Krankheit seiner Frau wird jeden Tag schlimmer. Ein Ritt zum Mond erschien 1918 und das Theaterstück Sechs Personen suchen einen Autor macht ihn berühmt; Heinrich IV.  folgte.

1926 wird er zum künstlerischen Leiter des Teatro d’arte in Rom; zum Ensemble gehörten u.a. sein Sohn Stefano, Orio Vergani und Massimo Bontempelli.

Dort lernt er auch die Schauspielerin Marta Abba kennen, die Muse seiner letzten Jahren. Als die Gruppe 1928 auseinanderging, gründete Marta Abba eine eigene, die Pirandellos Werk weiter präsentierte. 1934 bekam er den Nobel-Preis für Literatur.

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